Isabell Kamp - push'n'pull

8. Juni – 18. August 2024

Städtische Galerie im Rathaus Lippstadt, Lange Str. 14

 Isabell Kamp, in Bonn geboren, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und lebt im Köln-Bonner-Raum. Zahlreiche Nominierungen, Prei-se und Stipendien honorieren ihren künstlerischen Weg. Als Künstlerin baut sie Objekte, die ausschließlich oder in Teilen aus Keramik bestehen und oft mit gefundenen Alltagsgegenständen oder Konstrukten kombiniert werden. Ihre handwerklich aufwendigen Werke behandeln motivisch scheinbar den anatomischen Formenkanon des menschlichen Körpers. Ihre Darstellung nimmt vordergründig dessen alltägliche Funktionalität und Kontextualisierung in den Blick. Gliedmaßen – Köpfe, Münder, Finger, Hände oder Arme – präsentieren sich scheinbar im Ausdruck eines inhärenten Eigenlebens. Ihre räumliche Eingebundenheit, eine bisweilen ungewohnte Fragmentierung oder Überlängung und ihre eigentümliche Wechselwirkung mit anderen Objekten erzeugen ein hohes Verunsicherungsmoment, was ihnen auf diese Art eine besondere Präsenz verleiht. In Isabell Kamps Arbeit werden die visualisierten Körperteile Akteure einer plastischen „Handreichung“ oder eines „Fingerzeigs“. Intrinsisch motivierte und deutbare Abläufe des menschlichen inneren Handelns in Denken, Fühlen und Planen bekommen dergestalt ihr skulptural äußerliches Pendant und eine frappierende Sichtbarkeit. 

Das Atomzeitalter in Westfalen
- Eine Wanderausstellung des LWL_Museumsamtes Münster mit Exponaten aus Lippstadt -

Am 15. April 2023 endete eine Ära: Deutschland stieg nach langem Hin und Her aus der Stromproduktion
durch Kernenergie aus. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt aus
diesem Anlass die Wanderausstellung „Das Atomzeitalter in Westfalen. Von der Zukunft
zur Geschichte“. Sie bietet eine historische Rückschau auf die Geschichte der
Atomkraft mit Fokus auf Westfalen-Lippe wie auch einen Blick auf aktuelle
Debatten und die Zukunft.

Mit dem Abschalten der letzten drei Atomkraftwerke am 15. April 2023 ist die Nutzung der Atomkraft in
Deutschland Vergangenheit. Ihrer 70-jährigen Geschichte geht die Ausstellung
mit Blick auch auf diese Region nach. Die vier großen westfälischen Standorte
in Gronau, Würgassen, Hamm und Ahaus stehen dabei im Fokus. Atomkraft war immer
auch ein gesellschaftliches Streitthema. So geht es auch um die Aufarbeitung
des Protestes um einen möglichen Standort bei Lippstadt.

Das Thema Kernenergie beschäftigt die Bundesrepublik Deutschland fast seit ihrem Bestehen.
Gesellschaft, Politik, Unternehmen und Forschung ringen seitdem um Wahrheit und
Zukunftsgestaltung. Die Ausstellung geht dem Thema in drei Kapiteln nach.
„Akteur:innen stehen im Mittelpunkt des ersten Ausstellungsbereiches“, so
Kuratorin Sarah Pfeiffer vom LWL-Museumsamt für Westfalen. „Hier kommen
Menschen zu Wort, deren Leben durch ihre Arbeit und ihr Engagement mit der
Geschichte der Kernkraft verbunden ist. Sie berichten aus ihrer Perspektive und
bewerten ihre eigene Rolle darin.“ Rund die Hälfte der Leihgaben wurde von den
Akteur:innen selbst zur Verfügung gestellt. Die Exponate stammen von
Initiativen und Einzelpersonen der Anti-AKW-Bewegung, aus der Nuklearbranche,
aus Politik und Verwaltung. Alle beschäftigen sich thematisch auf
unterschiedliche Weise mit Kernenergie. Präsentiert werden etwa Kleidungsstücke
wie Unterwäsche für den Kontrollbereich von der Hochtemperatur-Kraftwerk GmbH,
der feuerrote Lautsprecherwagen, der die Initiative „Kein Atommüll in Ahaus
e.V.“ lange Zeit auf Demonstrationen begleitete, die Atomkraftwerk-Dampfmaschine
R200 der Lüdenscheider Firma Wilesco und ein Bergebehälter für kontaminiertes
Material der Feuerwehr Münster. Mit Loriots „Weihnachten bei Hoppenstedts“ ist
auch ein Klassiker aus dem westdeutschen Fernsehen zu sehen, der die Atomkraft
thematisiert.

Dem Rückblick auf die Vergangenheit widmet sich der zweite Teil der Ausstellung, mit den vier
westfälischen Atomstandorten Würgassen (Kreis Höxter), Hamm, Gronau und Ahaus
(beide Kreis Borken) im Zentrum. Der Brennstoff steht dabei immer im Mittelpunkt,
denn er ist sowohl Grundlage der Stromerzeugung als auch Ursache des
gesellschaftlichen Konflikts um die Kernenergie. Anhand der vier Atomstandorte
in Westfalen geht die Ausstellung der Frage nach, wie er hergestellt wird und
was während der Stromproduktion und danach mit ihm passiert: In der
Urananreicherungsanlage der „Urenco“ in Gronau wird das Brennmaterial
bearbeitet, im Atomkraftwerk Würgassen und in Hamm-Uentrop kam es in
unterschiedlicher Form zum Einsatz. Im Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus
wird der abgebrannte Brennstoff untergebracht, bis voraussichtlich zwischen
2046 und 2068 ein Standort für das Endlager bestimmt und dieses
anschließend eingerichtet worden ist.

„Klimawandel, der Beschuss des ukrainischen Kernkraftwerkes Saporischschja durch das russische
Militär, Energieknappheit und Laufzeitverlängerung – lange wurde das Thema
Atomkraft nicht mehr so kontrovers diskutiert wie in den letzten anderthalb
Jahren“, sagt Dr. Ulrike Gilhaus, Leiterin des LWL-Museumsamtes Westfalen. Im dritten
Teil der Ausstellung wird diesen aktuellen Debatten nachgegangen. Welche
Auswirkungen hatten sie auf die Menschen und ihre Haltung? Hierzu können sich
Besuchende in der Ausstellung äußern. Außerdem geht es um die Frage, was von
der Geschichte der Kernenergie in Deutschland übrigbleibt. Innerhalb der
interaktiven Station „Wissen bewahren zu Westfalen“ können Besucher:innen
ortsbezogen Wissen hinterlassen und so gemeinsam Geschichte schreiben.

Ein Katalog mit 144 Seiten, zahlreichen Abbildungen und weiterführenden Textbeiträgen vertieft
und erweitert die Themenbereiche und zeigt ausgewählte Ausstellungsobjekte. Er
ist im Buchhandel und an den Ausstellungsstationen für 19 Euro erhältlich. 

Dauer: 17.3.-12.5.2024

Öffnungszeiten: Di-Fr 10-12/15-17Uhr Sa/So 11-18Uhr

Städtische Galerie im Rathaus    

Lange Str.14, 59555 Lippstadt

Telefon: 02941 – 980 454 

Es gibt noch zwei öffentliche Führungen durch die Ausstellung:

Am 7.03.24 wird es eine Führung um 18 Uhr zusammen mit dem Vikar Jonathan Berschauer von der katholischen Kirche in Lippstadt geben. Eine Anmeldung ist im Vorfeld nicht nötig.

Am 9.0324. um 15 Uhr bietet Frau Adriana Gamann eine kindgerechte Familienführung an. Die Führung richtet sich an Familien mit Kindern von 5 bis 14 Jahren und ist für Kinder und Ihre erwachsene Begleitung. Die Führung dauert ca. 1 Stunde. Treffpunkt ist die Rathausgalerie. Eine Anmeldung ist nicht nötig.   

Haben Zeugnisse der Religiosität nur eine Berechtigung als Gegenstände musealer Betrachtung oder bieten sie auch Bezüge zur alltäglichen Glaubenswelt des Betrachters, zu seinen Erinnerungen, Gewissheiten und was ihm Trost und Hoffnung gibt?

Diese Frage versucht die Ausstellung aufzugreifen und lädt zu eigener Interpretation ein.

 

 

Das Stadtmuseum Lippstadt wird als Kreisheimatmuseum im Jahr 1927 eröffnet. Gesammelt wurde schon vorher. Ab 1925 wird die Sammlung verzeichnet. Unter den ersten Nummern finden sich überraschend viele Exponate, die der Kategorie „kirchliche Kunst“ zugeordnet wurden.    

So hat das „Gottvater-Bild“, das zu Beginn gezeigt wird, die Inventarnummer 13. Es stammt aus der Kirchengemeinde Effeln.

 

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Teile der Bestände aufgelöst oder ausgelagert. Ab 1960 wurde wieder kontinuierlich gesammelt.

Heute wird die Sammlung ins neue Depot umgelagert. Auf dem Weg dahin werden nun Teile des religiösen Sammlungsgutes in dieser Ausstellung gezeigt, kombiniert mit regionaler kirchlicher Kunst und kulturgeschichtlichen Zeugnissen aus den Kirchen in und um Lippstadt.

 

Jedes Museumsstück hat eine eigene Geschichte.

Die Exponate mit den Inventarnummern drei, vier, fünf und sechs – eine Madonna von 1250 und ein Messgewand mit Stola und Manipel aus Leder stammen aus der Kapelle Waltringhausen. Sie wurden um 1925 dem Museum geschenkt. 1942 wurden sie wieder zurückgegeben, offenbar um sie vor möglichen Bombardierungen des Stadtzentrums von Lippstadt in Sicherheit zu bringen. 1973 kam das Messgewand zurück und erhielt die Inventarnummer 4840. Die alte Nummer „4“ klebt noch am Kragen der Kasel. Auch sie ist in der Ausstellung zu sehen.

 

Die Sammlung „kirchliche Kunst“ wurde mit Museumsgründung in einen separaten Raum gezeigt, von dem es hieß: „Beim Betreten […] fühlt man sich in eine Kapelle versetzt“ (Der Pariot, 8.2.1927)

 

Doch der Schein trügt. Musealisierung bedeutet, einen Gegenstand aus seinem üblichen Gebrauchszusammenhang zu lösen und in einen neuen Kontext zu stellen.

 

Durch Bazon Brock, Professor für Kunst und Ästhetik an der Universität Wuppertal, ist die Geschichte einer Frau überliefert, die sich der Musealisierung eines sakralen Gegenstandes entgegenstellte:
Eine Eifelbäuerin besuchte in regelmäßigen Abständen ein Altarbild, das aus ihrer Heimatkirche wegen seines künstlerischen Wertes in ein Kölner Museum verschleppt worden war, um vor diesem Bild, wie sie es jahrelang getan hatte, zu beten.“

(Re-Dekade, Kunst und Kultur der 80er, S. 216)

 

„Nur etwas fürs Museum?“, der Titel der Ausstellung provoziert. Gegenstände aus dem Bereich von Frömmigkeit, Andacht und liturgischem Vollzug sind zwar auch Moden unterworfen und ihr offizieller Gebrauch kann durch Vorschriften reguliert werden, aber es liegt im Auge des Betrachters, ob sie ihm Anknüpfungspunkte an seinen gelebten Glauben bieten können oder ihn anregen, kulturgeschichtliche Kontexte zu befragen.

 

Städtische Galerie Lippstadt

Lange Str. 14

59555 Lippstadt

02941/980-454

Di – Fr 10-12 + 15-17 Uhr; Sa+So 11-18 Uhr

 

NICHT VERGESSEN!

Nicht vergessen!

Das jüdische Lippstadt

Gab es das überhaupt, ein jüdisches Lippstadt? War es nicht von Anfang an für Juden unsäglich schwierig, in Lippstadt wohnen und wirken zu können?

Salomon Gans hat es mit seiner Frau in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts geschafft. Seine Söhne werden hier geboren. Einer ist David Gans (1541-1613), der 1564 nach Prag ging. Ein Universalgelehrter, der jüdische und nichtjüdische Quellen nutzte und mit den Astronomen Kepler und Brahe in Kontakt stand.

Die Lippstädter Zünfte befürchteten Konkurrenz. Der Lippstädter Rat beschloss 1578/79, die Niederlassung von Juden „zu ewigen Zeiten“ zu verbieten.

Unter der Schutzherrschaft des Kurfürsten kommt dennoch in den 1660er Jahren Familie Gumpertz nach Lippstadt. Während des Siebenjährigen Krieges arbeiten die Schutzjuden Hertz Feidel und Gumpert Hertz als Heereslieferanten für die Lippstädter Garnison. Seither wurde die Straße, in der sie wohnten, Judenstraße genannt. Heute heißt sie Rathausstraße.

Unter französischer Herrschaft wurden die Zuzugsbeschränkungen für Juden 1808 aufgehoben. Es lebten nun 6 jüdische Familien in Lippstadt. Gumpert Hertz wird zum Ältesten der märkischen Judenschaft.

Mit dem Emanzipationsedikt von 1812 waren Juden in Preußen bereits zu Inländern geworden. Als Westfalen 1815 preußische Provinz wird, werden die Religionsangelegenheiten neu geregelt, doch erst 1847 erlangen Juden einheitliche Rechtssicherheit. 1847 wird der Synagogenbezirk Lippstadt gebildet. 1852 wird die Lippstädter Synagoge eingeweiht. Zu ihr gehören 12 jüdische Familien.

Im Jahr 1890 wird mit 3 Prozent an der Bevölkerung und 270 Seelen ihr höchster Bevölkerungsanteil erreicht. Insbesondere als Selbstständige gelingt vielen ein wirtschaftlicher Aufstieg, in dessen Folge die Abwanderung in die großen Städte einsetzt. 1933 leben noch 126 Juden in Lippstadt.

Diese Ausstellung widmet sich den jüdischen Familien, für die in Lippstadt Stolpersteine verlegt worden sind. Ihre Geschichte zeugt von Erfolg, Modernität und Gemeinwohlorientierung.

Max Grünewald wurde 1917 Oberstabsarzt in der preußischen Armee, war Chef der Reservelazarette des Kreises Soest. Seine Frau Dina kandidierte 1919 bei der Stadtverordnetenwahl. Else Lasker-Schüler vermittelt einen Eindruck von ihr in einer Szene des „Arthur Aronymus“.

Sophie Hammerschlag hatte die Evangelische Höhere Töchterschule besucht. Sie bleibt unverheiratet und wohnte im Haus ihrer Eltern Lange Straße 63, die dort ein Modegeschäft betrieben. Nach dem Ersten Weltkrieg macht sie es zur Sammelstelle für Spenden aller Art. Sie ist Vorsteherin eines Bezirks, übernimmt hier die Organisation der Versorgung der minderbemittelten Bevölkerung.

Walter Sostheim, vielleicht erstaunt sein Lebensweg am meisten. Er war in dritter Generation Firmeninhaber der Bürstenfabrik Sostheim zwischen Blumen- und Bahnhofstraße. Das Geschäft floriert. 1936 ist er bei Verwandten in Chicago, die ihn überzeugen wollen, zu bleiben. Er geht nach Deutschland zurück, will noch im November 1937 seine Fabrik weiter ausbauen. Was dann passiert, wird unter der Rubrik „Vor aller Augen“ für jeden Betroffenen neu beschrieben:

Novemberpogrom: alle jüdischen Männer Lippstadts werden ins KZ Sachsenhausen verschleppt.
3. Dezember 1938 Zwangsveräußerung jüdischer Geschäfte und Gewerbebetriebe
Umsiedelungen, Deportationen, Misshandlungen, Morde

 

Jeder Stolperstein steht für eine Lebensgeschichte, die gebrochen wurde, gewaltsam, ungeheuerlich – aber nicht vergessen. 

17.12.2023 – Ende Januar 2024

Öffnung: Städt. Galerie im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt

 

  • Di – Fr 10-12 und 15-17 Uhr; Sa und So 11-18 Uhr
  • während der Feiertage:
  • Sa, 23.12.23 11-18 Uhr
  • Di, 26.12.23 11-18 Uhr
  • Mi, 27.12. – Do, 29.12.23 13-17 Uhr
  • 30.12.23 – 1.1.24 geschlossen

ABSCHIED NEHMEN, STERBEN, TOD UND TRAUER

Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen mit vielen Exponaten aus Lippstadt

 

1. Oktober – 26. November

Galerie im Rathaus, Lange Str. 14

 Nichts ist so sicher wie der Tod. Insofern betrifft das Thema „Abschied nehmen – Sterben, Tod und Trauer“ alle von uns einmal ganz persönlich. Eine Wanderausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit diesem Titel blickt auf historische und aktuelle Aspekte des Umgangs mit dem Lebensende. Zu sehen sind dabei auch eine große Anzahl von Exponaten aus dem Stadtmuseum Lippstadt.

 

Die Ausstellung widmet sich den Fragen: Wie gingen die Menschen früher mit dem Sterben um? Welchen Stellenwert hat es heute in einer säkularisierten und weltanschaulich differenzierten Gesellschaft? In acht Kapitel behandelt die Schau unterschiedliche Aspekte der Trauerkultur wie die Jenseitsvorstellungen, die Vorsorge und die Verfügungen für den Todesfall. Darüber hinaus beschäftigt sich die Ausstellung mit der Totenfürsorge, der Hospizbewegung und der Sterbehilfe. Gezeigt werden Versehgarnituren und Salbgefäße, die bei der Krankenölung durch den Priester eingesetzt werden. Totenzettel und Kondolenzpost aus unterschiedlichen Jahrhunderten dokumentieren die Tradition des Abschiednehmens. Zwei Kapitel beschreiben den Wandel der Friedhöfe. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Erinnerung an die Toten anhand von Gedenktagen, Post-mortem-Fotografien und dem Gedenken an gefallene Soldaten. Zu sehen sind Haarbilder, die als sogenannte Zimmerdenkmale ein wichtiges Zeugnis des Gedenkens an liebe verstorbene Angehörige waren. Im letzten Kapitel geht es sowohl um die Bestattungsinstitute als auch um andere Berufe, die rund um den Tod angesiedelt sind.

 Vernissage: am 1.10.2023, um 11.00 Uhr,

Städtische Galerie im Rathaus

 Dauer: 1.10.-26.11.2023

 

Öffnungszeiten: Di-Fr 10-12/15-17Uhr Sa/So 11-18Uhr

Städtische Galerie im Rathaus             

Lange Str.14, 59555 Lippstadt

Telefon: 02941 – 980 454

 

Führungen jeweils am: 28.10.2023 um 15:30 Uhr; 19.11.2023 um 15:30 Uhr 

Vortrag mit Führung: am 4.11.2023 um 14:30 Uhr

Demnächst: Wunder – Himmelhoffnung Freudenzeichen

Erlebnisausstellung von „Katholisch in Lippstadt“

Ein kleiner Junge wird zum großen König. In einer bedrohlichen, ausweglosen Situation gibt es plötzlich Schutz und Hoffnung. Im finstersten Krieg reichen sich Feinde spontan die Hand. Und die Geburt eines kleinen Kindes in ärmsten Verhältnissen verändert die Welt und hallt seit mehr als 2.000 Jahren nach…

Diesen und anderen Wundern können die Gäste in der Erlebnisausstellung mit allen Sinnen nachspüren. Sie tauchen ein in verschiedene Landschaften. Video- und Audioinstallationen vermitteln mit modernster Technik, dass „Wunder“ auch heute noch jeden Tag geschehen, wenn wir sie erkennen. Mitmachstationen regen zum Nachdenken und Handeln an. So werden die Besucherinnen und Besucher selbst Teil der Ausstellung. Und nicht nur am Ausgang ist jeder eingeladen, selbst Wunder zu wirken.

Weitere Informationen, auch zum umfangreichen Rahmenprogramm unter

www.katholisch-in-lippstadt.de

Dauer: 2.12. – 10.12.2023

Ort: Städt. Galerie im Rathaus

geöffnet:

Samstag, 2.12.2023: ab 18:30 Uhr (ab14:30 Preview)

Sonntag: 11:00 – 18:00 Uhr

Montag: 15:00 – 19:00 Uhr

Dienstag bis Freitag: 

10:00 – 12:00 Uhr und
15:00 – 19:00 Uhr 

Samstag: 9.12.2023: 11:00 – 21:00 Uhr

Claus Richter - Gallery Talk / Vortrag

Im vergangenen Jahr besuchte Claus Richter seine Geburtsstadt Lippstadt und ließ sich das in Entstehung befindliche neue Museumsdepot zeigen. Fasziniert von den Räumlichkeiten, die einen besonderen Blick aus dem letzten Stock über die Stadt bieten, beschloss Claus Richter seine nächste größere Einzelausstellung für genau diese Lokation zu konzipieren. Die Begegnung mit seiner Geburtsstadt aus der Distanz der Rückerinnerung, gepaart mit dem Blick auf die Topographie Lippstadts aus ungewöhnlicher Perspektive im Depotkomplex, gab seiner gestalterischen Phantasie einen initialisierenden Impuls.

Jeweils an zwei Abenden am Donnerstag im August und September hält Claus Richter

Vorträge zu seiner künstlerischen Arbeit mit anschließendem Gallery Talk –

jeweils um 18 Uhr im neuen Museumsdepot in der Hospitalstr. 46a, 59555 Lippstadt:

 

24. August 2023, 18.00 Uhr Lippstadt: „Lippstadt als Spielplatz“

28. September 2023, 18.00 Uhr Lippstadt: „Mein Lippstadt- Dein Lippstadt“

Informationen zum Künstler Claus Richter:

Der 1971 in Lippstadt geborene Künstler befasst sich in seinen Bildern, Filmen und raumgreifenden Installationen immer wieder mit Erinnerungen und Wunschwelten. Seit seinem Studium an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung hat der heute in Köln lebende Künstler sowohl national als auch international an zahllosen Ausstellungen teilgenommen.

Richter bezieht sich in seinen Werken oft auf die eigene Kindheit und entwirft daraus eine bewusst nostalgisch verklärte und spielerische Welt voller Fantasie und gestalterischer Freiheiten. Diese ideelle Welt kollidiert mit einer entzauberten und erschöpfenden Alltagsrealität, deren Beobachtung Richter ebenfalls mit melancholischem und manchmal spöttischem Blick in seine Arbeiten einbezieht.

Viele der Erinnerungen an eine „magische“ Kinderwelt und ein Aufwachsen zwischen Geborgenheit und Abenteuer sind fest mit Richters Heimatstadt Lippstadt verbunden.

Immer wieder bezieht sich der Künstler in Texten und Elementen seiner Kunst auf seine Herkunft. Erlebte Geschichte und reinszenierte Erinnerung sind ganz anders als das, was allgemein als offizielle Erzählung zurückbleibt. Viele Dinge verschwinden leise, manche verändern sich fast ungesehen und bei manchen Geschichten ist man sich selbst nicht mehr sicher, ob sie einem überhaupt wirklich so geschehen sind. Vor diesem Hintergrund erwartet alle Interessierten ein spannendender wie eindrücklicher Vortrag zur Ausstellung mit Texten, Bildern und archivierten Erinnerungen.

Magie des Lichts

Eine interaktive Wanderausstellung des Universitäts- und Stadtmuseums Rinteln mit Experimenten und optischen Illusionen 

Der Mensch ist ein Augenwesen. Licht und seine Wahrnehmung bilden seinen wichtigsten Sinn. Die neue Ausstellung des Universitäts- und Stadtmuseums Rinteln, die mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Niedersachsen als Wanderausstellung konzipiert wird, verbindet Wissenschaft, Kulturgeschichte und faszinierende Unterhaltung miteinander.

Zahlreiche interaktive Experimente rund um Farben, Lichtwellen, Spiegelungen und Brechungen veranschaulichen den besonderen Charakter des Naturphänomens Licht und nehmen auch die Geschichte seiner Erforschung ins Visier.

Außerdem gibt es historische optische Apparaturen, moderne Kaleidoskope, Vexierbilder, Anamorphosen zusehen, dazu optische Täuschungen, 3D-Illusionen und vieles andere mehr.

Die Ausstellung will Experten und Laien gleichermaßen erreichen. Sie richtet sich ausdrücklich an Schulklassen aller Jahrgänge aber ebenso an Familien, Gruppen und Einzelbesucher  

Licht ist eine allgegenwärtige, fundamentale Energieform. Ohne das Licht der Sonne wäre Leben auf der Erde undenkbar. Zugleich ist der Mensch ein Augenwesen. Für das Sehen beansprucht unser Gehirn mehr Nervenzellen als zur Verarbeitung aller anderen Sinneseindrücke zusammen.

 Naturerlebnis Physik

Was ist Licht? Was ist Farbe?

Mit interaktiven Stationen macht die Ausstellung die zu Beginn der modernen physikalischen Forschung viel beachteten Experimente von Wissenschaftlern wie Isaak Newton erlebbar.

Die Ausstellung präsentiert wissenschaftlich anspruchsvolle Versuchsanordnungen zum Ausprobieren und Staunen. Eine Entdeckungsreise mit Experimenten und Apparaturen rund um Lichtbrechung und Reflexion – mit Spiegeln und Linsen, Prismen und Lasern.

 Bemerkenswerte Erfindungen und Entdeckungen

Historische und moderne Geräte, die meisten davon eigenständig benutzbar, stellen die vielfältige Kultur-geschichte von Optik und Beleuchtung vor: Zoetop, Camera Obscura, Laterna Magica, Kaleidoskope.

 Die irritierende Welt der optischen Illusionen

Auge und Gehirn des Menschen müssen eine Vielzahl von optischen Eindrücken blitzschnell erkennen und verarbeiten. Erfahrung und Vereinfachung helfen uns dabei.

Aber unsere Sinne lassen sich auch auf Abwege führen oder überlisten. Eine Vielzahl optischer Illusionen täuschen Bilder vor, die es gar nicht gibt, machen wirkliche Dinge unsichtbar, lassen Flaches plastisch erscheinen oder Unmögliches möglich.

Die Ausstellung zeigt unter anderem Hologramme, 3-D-Fotografien, Anamorphosen, Tarnungen, Vexierbilder und scheinbare Bewegungen.

 Experimente können von den Besuchern partizipativ durchgeführt und an den Exponaten nachvollzogen werden:

Isaac Newtons Prismen-Experiment, Farbmischung und „bunte Schatten“, Jean Fresnels, Interferenzversuch, Infrarotkamera und Schwarzlicht, Zerr-, Dreh-, Hohl- und Lamellenspiegel,

Der Spiegel-im-Spiegel-Effekt – der endlose Gang, Unsichtbares Glas, Kaleidoskope, Zoetrop,

Camera obscura und Laterna magica, Historische Beleuchtungsmittel im Vergleich, Hologramme,

Anamorphosen, Tarnungen, optische Täuschungen in 2D und 3D, Illusionsmalerei und Vexierbilder,

Drehbilder

           

Städtische Galerie im Rathaus, Lange Str. 14, 59555 Lippstadt,

 

16. Juli – 19. September, Di-Fr 10-12+15-17h, Sa+So 11-18h 

Sonderausstellungen - Claus Richter

Claus Richter – Lippstadt

28. Mai – 27. August 2023

Depot des Stadtmuseums, Hospitalstraße 46a

Claus Richter – Arbeiten von 2005-2022

28. Mai – 2. Juli 2023

Städtische Galerie im Rathaus, Lange Str. 14

In der Städt. Galerie im Rathaus wird Claus Richter zeitgleich zur Museumsdepotausstellung eine Auswahl an älteren künstlerischen Arbeiten präsentieren.

Eröffnung: 28.Mai 2023, 11 Uhr im historischen Rathaus

Der 1971 in Lippstadt geborene Künstler Claus Richter befasst sich in seinen Bildern, Filmen und raumgreifenden Installationen immer wieder mit Erinnerungen und Wunschwelten. Seit seinem Studium an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung hat der heute in Köln lebende Künstler sowohl national als auch international an zahllosen Ausstellungen teilgenommen. Seine erste museale Einzelausstellung fand 2010 im Leopold Hoesch Museum Düren statt, 2016 folgte eine erste Werkschau in den Ausstellungshallen des Kunstraums „Basis“ in Frankfurt.

Richter bezieht sich in seinen Werken oft auf die eigene Kindheit und entwirft daraus eine bewusst nostalgisch verklärte und spielerische Welt voller Fantasie und gestalterischer Freiheiten. Diese ideelle Welt kollidiert mit einer entzauberten und erschöpfenden Alltagsrealität, deren Beobachtung Richter ebenfalls mit melancholischem und manchmal spöttischem Blick in seine Arbeiten einbezieht.

Viele der Erinnerungen an eine „magische“ Kinderwelt und ein Aufwachsen zwischen Geborgenheit und Abenteuer sind fest mit Richters Heimatstadt Lippstadt verbunden.

Immer wieder bezieht sich der Künstler in Texten und Elementen seiner Kunst auf seine Herkunft. Lippstadt war und ist für ihn ein prägender Ort. Nach dem Tod seiner Eltern löste er zwischen 2016 und 2018 sein Elternhaus in der Mastholter Straße auf, und verbrachte dafür über zwei Jahre lang jeden Monat eine Woche in der alten Heimat. Diese Zeit nutze er auch, um in der Stadt nach Spuren seiner Erinnerung zu suchen, sich selbst auf die Reise durch die Straßen und Orte seiner Kindheit zu begeben und seine eigene Geschichte mit der von Freunden und Bekannten und auch mit den ihm regulär zugänglichen Zeitdokumenten zu vergleichen. Schnell wurde klar: Erlebte Geschichte ist ganz anders als das, was allgemein als offizielle Erzählung zurückbleibt. Viele Dinge verschwinden leise, manche verändern sich fast ungesehen und bei manchen Geschichten ist man sich selbst nicht mehr sicher, ob sie einem überhaupt wirklich so geschehen sind. 

Museumsdepot,

Hospitalstr. 46a,

59555 Lippstadt

Mi 13-18 Uhr / So 11-18 Uhr

Dauer: 28.Mai – 27. August 2023

Städtische Galerie im Rathaus    

Lange Str.14, 59555 Lippstadt

Telefon: 02941 – 980 454

Di-Fr 10-12/15-17 Uhr Sa/So 11-18 Uhr

Dauer: 28. Mai bis 2. Juli 2023

Schlüsselübergabe für das Depot

Nach Rund zweieinhalb Jahren ist das neue Museumsdepot in der Hospitalstraße 46a fertiggestellt. Im Rahmen eines Besuchs von LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann und Vertreterinnen des LWL-Museumsamtes wurde das Gebäude jetzt seiner Bestimmung übergeben. Damit werden nach und nach über 50.000 Exponate aus dem Bereich Volkskunde, Stadtgeschichte, Ur- und Frühgeschichte, bürgerliche Repräsentation, Kunst und Kunsthandwerk, Spielzeug, historische Fächer und Zeugnisse der Aufklärung in das neue Spezialgebäude umziehen und dort Künftig fachgerecht eingelagert.

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